HyINTEGER - Forschungsprojekt

Was ist HyINTEGER

HyINTEGER ist ein Akronym und steht für: Untersuchungen zur Integrität von Bohrungen und technischen Materialien unter stark korrosiven Bedingungen in geologischen Wasserstoff Untergrundreservoiren.

Das auf drei Jahre bewilligte Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert (Fördernummer: 03ET6073).

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Wer ist HyINTEGER

Das drittmittelgeförderte Projekt ist aus fünf Teilprojekten aufgebaut, die vom Institut für Geowissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena koordiniert werden. Die fünf Teilprojekte umfassen Kooperationen von nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen und Universitäten. Die Schwerpunkte der Projektpartner sind die anorganischen, organisch - mikrobiologischen und petrophysikalischen Reservoir Charakterisierungen sowie Simulations- und Modellierungsarbeiten von der Poren bis zur Reservoir Skala.

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Hintergrund

Eine der zentralen Herausforderungen in der Umsetzung der ambitionierten Energie und umweltpolitischen Ziele der deutschen Bundesregierung im Zuge des geplanten Ausstieges aus CO2-emittierender und nuklear betriebener Stromproduktion hin zu erneuerbaren Ressourcen ist die Bereitstellung von ausreichend hohen, konstant und sicher produzierten Energiemengen zur Versorgung der deutschen Bevölkerung und Wirtschaft.

 

Wichtige Quellen für regenerative Energie in Deutschland sind die Windkraft und die Solarenergie, die jedoch beide von den herrschenden Wetterbedingungen abhängen und somit (teilweise stark) schwankende Energiemengen liefern. Diese Fluktuationen in der Energieproduktion erfordern darum eine erhebliche Erweiterung der Speicherkapazität zur bedarfsgerechten Energiebereitstellung.

 

Eine vielversprechende Lösung dieser Problematik könnte die elektrolytische Umwandlung von elektrischer in chemische Energie, verbunden mit einer stofflichen Speicherung in geologischen Strukturen, darstellen. Durch dieses Verfahren wird Wasserstoff gewonnen, der in verschiedenen Medien potentiell speicherbar ist. Geologische Strukturen im Untergrund, wie z.B. ausgeförderte Erdgaslagerstätten, salinare Aquifere und Salzkavernen bieten die Möglichkeit wasserstoffhaltiges Erdgas oder auch Gasmischungen aus Wasserstoff und CO2 sowie reinen Wasserstoff einzulagern.

 

Das hier vorgestellte Projekt ist im Rahmen der BMWi Ausschreibung „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“ am 01.01.2016 gestartet.

 

Ziel des Projekts ist die Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen den technischen Einrichtungen eines Wasserstoffspeichers und den natürlichen (Untergrund-) Bestandteilen in einem stark korrosiven, hoch salinaren Milieu, unter Einsatz material-, ingenieur- und geowissenschaftlicher Methoden. Dabei sollen sowohl die chemisch-mineralogischen, mikrobiologischen und petrophysikalisch-geohydraulisch-geomechanischen Eigenschaften der Speicher- und Deckgesteine untersucht, als auch die Stabilität und Dichtigkeit der technischen Einrichtungen geprüft und gegebenenfalls weiter- und neuentwickelt werden.